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Gekündigt – Was nun?

  • 28. Apr. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Sie werden eingeladen!


Kommt es Dir bekannt vor - Du stehst morgen früh auf, am liebsten so früh, dass du noch vor 7:00 Uhr über die grünen Stadtsampeln fliegst und die freie Autobahn erwischst.  Dein erster Kaffee steht im Bad, weil Du in der Zwischenzeit die Haare glättest und versuchst eine halbperfekte Kajal Linie zu malen. Dein Tag hat begonnen! Im noch leeren Büro machst Du die Lichter an, aber noch nicht alle, so hast Du etwas Privatsphäre und Gemütlichkeit bis die anderen Kollegen kommen. Fenster auf, frische Luft rein!

Du atmest tief ein und setzt Dich an deinen Bürotisch, an den Ort, wo Du die nächsten 9 Stunden verbringen wirst, abgezogen die gesetzlich geregelte Pause 45 Minuten und insgesamt 15 Minuten Laufweg zum Kaffeeautomaten und zurück, verbunden mit Smalltalk mit Kollegen aus den anderen Abteilungen und einem WC-Besuch.


Du strengst dich an, aus täglichen 9 Stunden werden Jahre. Wie sonst oft kommen die Nachrichten von einer sich verschlechterten wirtschaftlichen Situation in den Branchen und diesmal ist Deine Branche dabei. Es folgt ein Krisenmeeting. Der Vorgesetzte des Vorgesetzten erklärt in langen monotonen Sätzen:  die Abteilung wird umstrukturiert, die Arbeitsplätze fallen weg, es gibt eine Liste mit Betroffenen, diese werden eingeladen. Die Gerüchteküche brodelt. Jeder hofft, dass er nicht eingeladen wird. Aber die Einladung kommt. Noch am nächsten Tag sitzt Du im Büro der gleichgültigen Personaldame und erfährst – Du wirst gekündigt. Betriebsbedingt. Fristgerecht nach 3 Monaten zum Monatsende.


Mein Haus ist meine Burg


Unmittelbar nach dem traumatisierenden Personalgespräch, habe ich das Angebot der fürsorglichen HR-Partnerin angenommen und bin nach Hause gegangen. Schließlich hatte ich noch genug Überstunden, die sich mühsam über die Jahre angesammelt haben und welche für den Zeitausgleich in den warmen Sommermonaten vorgesehen waren. Dass die in einer solchen Situation zur Geltung kommen werden, ahnte ich natürlich nicht und ich hätte es auch sonst nicht geglaubt. Ich packte meine Tasche und begab mich in die vertraute Atmosphäre, da, wo ich mich sicher und geborgen fühle, da, wo ich geschätzt werde. Man sagt ja nicht umsonst: "Mein Haus ist meine Burg".


Ein wohltuender Kräutertee, Aroma-Therapie mit Aroma-Diffuser oder ein warmes Bad können zur Beruhigung in einer Stresssituation beitragen und das Wohlbefinden verbessern.


Du bist nicht allein!


Es ist wichtig zu wissen, dass man nicht allein ist! Mir hat es geholfen, über die unangenehme Situation mit meinen Liebsten zu sprechen und so die negativen Emotionen durchzuleben. Alternativ kann man sich in Foren und Blogs über Erfahrungen von anderen informieren, die in einer ähnlichen Situation sind. Da merkt man schnell, es betrifft viel mehr Menschen, als man denkt!



 Lass los!

 

In den ersten Tagen und Wochen nach der ausgesprochenen Kündigung kommt viel auf dich zu. Man muss sich zuerst bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitssuchend melden. Danach muss man sich arbeitslos melden und den Antrag auf Arbeitslosengeld stellen. Zum Glück läuft es unkompliziert und kann bequem von Zuhause online erledigt werden.


Natürlich wirst Du dir Gedanken über Deine Zukunft machen und dich auf dem Arbeitsmarkt umschauen. Ich stürzte mich unmittelbar nach der Kündigung in den Bewerbungsmarathon, ohne nachzudenken, was ich wirklich will.


Ein Tipp von mir - lass die Situation los und gönne dir selbst eine Schnaufpause! Was machst du gerne? Was blieb womöglich auf der Strecke? Wie stellst du dir deinen idealen Arbeitsalltag vor? Wie soll deine Zukunft aussehen?

Vielleicht wirst du merken, dass deine Interessen und Prioritäten sich im Laufe der Zeit veränderten und die aktuelle Situation sich hervorragend für einen beruflichen und privaten Neuanfang eignet. Egal für welchen Weg du dich später entscheidest, die Zeit der Neuerfindung kann aufregend und schön sein!



 

Mein persönliches Fazit


Eine Kündigung ist nicht das Ende, sondern der Neuanfang! Nachdem die negativen Emotionen losließen und die Formalitäten erledigt wurden, habe ich es gelernt, meinen neuen Alltag zu genießen. Neben den Aufgaben zur beruflichen Neuorientierung, habe ich mich endlich wieder meinen Hobbies gewidmet, für die ich die letzten 10 Jahre keine Zeit mehr hatte. Ich habe erkannt, dass mich mein vorheriges Berufsleben nicht mehr erfüllte und noch schlimmer - es machte mich unglücklich! Ich hoffe sehr meinen persönlichen Weg zum Glück und Wohlbefinden zu finden und bleibe positiv!

Ich wünsche dir viel Erfolg in der Selbstfindung und bei deiner Jobsuche!

Kommentare


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